Das Erbe - Dein Leben für meine Krone

Rezensionsexemplar, Werbung, unbezahlt

 

Titel: Das Erbe -

Dein Leben für meine Krone

 

Autorin: Miriam May

 

Verlag: Vajona

 

Seiten: 350

 

ISBN: 978-3948985141 

 

              Preis: 14,90 Euro (D) | Paperback

 

Klappentext

Ein Reich, das von langen Nächten in Finsternis gehüllt wird. Ein Herrscher, der sich seiner Krankheit beugen muss. Eine Tradition, die ein grausames Opfer fordert. 

 

Callora steht kurz davor, den Thron ihres Vaters zu besteigen. Sie kann es kaum erwarten, sich als Herzogin zu beweisen und das Reich aus der Dunkelheit zu führen. Doch zunächst steht ihr eine Prüfung bevor - eine Prüfung, die Neubeginn und Ende zugleich sein soll. Kann ein Blick in Tharek tiefblaue Augen sie davon abhalten, sein Blut zu vergießen?

 

Rezension

Das Cover ist passend zum Titel sowie zum Klappentext, somit spiegelt es den Inhalt des Buches wieder. Ich finde die Krone hierauf sehr hübsch, allerdings irritiert mich ein wenig der Schatten, dessen Übergang ich mir gerne von der schwarzen in die braune Farbe verwischter vorgestellt hätte. Die Farbtöne sind eher dunkel gehalten, dadurch wirkt das Buch düster. 

 

(SPOILERWARNUNG!)

 

Der Prolog fing dann genauso an, was das Cover verspricht. Düster. Es gab keine Erklärungen; warum, wieso, weshalb. Die Autorin schnitt nur kurz an, aus welchem Grund die Gewalttat geschah. Es baute für mich bereits die Spannung auf und ließ mich interessiert weiterlesen. In den ersten Kapiteln lernte ich die Hauptperson Callora kennen, die als selbstbewusste und toughe Frau dargestellt wurde. Eine Prinzessin, die mit Kämpfen und Schwertern vertraut war, was bei solchen Titeln nicht gerade üblich schien. Dennoch blieb es nur bei Übungen. Ich schätzte es, dass sie ernst genommen und gehört werden wollte, leider auch nur zu einem gewissen Grad. Im weiteren Verlauf zeigte sie eine Unsicherheit, die ihre Persönlichkeit etwas ins negative kippte. Ich wusste nicht ganz, was ich in manchen Situationen von ihr halten sollte. Ihre Gefühle waren mir nicht deutlich genug. Ihre Beziehung zu Tharek verlor an Authentizität, was vor allem daran lag, dass die Beiden kaum Zeit miteinander verbrachten. Ihre gemeinsame Zeit war kurz und oberflächlich. Ich fand es sehr schade, dass ihre Beziehung nicht in die Tiefe griff. Mir fehlte dadurch der Aufbau einer emotionalen Bindung, obgleich von mir ausgesehen zu den Charakteren sowie unter den Charakteren selbst. 

Manche Szenen waren mir persönlich zu knapp oder wurden übersprungen, wie beispielsweise die Ansprache zu dem Volk, die Callora auf sich nahm, ohne die Einwilligung ihres Vaters. Trotz dessen beschrieb Miriam May die Szenen fließend, sodass ich die Handlung durchweg gut lesen konnte. Ich ahnte nie was folgen würde. Es kam stets anders und überraschte mit verschiedenen Wendungen, wie das Auftauchen eines weiteren Familienmitgliedes des männlichen Hauptprotagonisten. Bei all den Machtspielereien blieben viele Fragen offen, die bis zum Schluss keinerlei Aufklärungen fanden. Warum erkannten die Menschen nur aufgrund der Augenfarbe Thareks Familie? Was spielte noch eine Rolle zur Identifizierung? Schließlich gingen sie direkt davon aus, den Richtigen für das Bluterbe gefangen zu haben. Was waren die langen Nächte? Was unterschied diese von den kurzen? Davon abgesehen, hatte mir besonders der Ausritt in die Stadt gefallen, bei der Callora einen Konflikt schlichten und eine effektive Lösung finden musste. Das Buch neigte sich dann immer mehr dem Epilog. Es fand währenddessen ein dramatischer Höhepunkt statt, mit dem ich auch dieses Mal nicht rechnete. Es erfolgte ein gelungener und guter Abschluss des Einzelbandes der Autorin.

 

3/5 Sterne